Presseschau des Tages // 17.7.2018

· Pressestimmen

Der Sozialverband VdK Deutschland dringt auf mehr Unterstützung und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Pflege müsse endlich denselben Stellenwert bekommen wie Kindererziehung, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Eine Lohnersatzleistung wie das Elterngeld brauchen wir auch in der Pflege." Beim Elterngeld erhalten Mütter und Väter vorübergehend Lohnersatzleistungen von bis zu 1.800 Euro im Monat. Bentele beklagte, Pflege finde meist noch im Verborgenen statt und genieße nicht die Anerkennung, die die immens fordernde und wichtige Tätigkeit verdiene. Das spiegele sich auch im Gehalt der Pflegekräfte wider. Ohne die pflegenden Angehörigen würde die Pflege in Deutschland jedoch zusammenbrechen, sagte die VdK-Präsidentin. Die Angehörigenpflege sei für den Steuer- und Beitragszahler kostengünstig, so Bentele weiter. "Den Preis dafür zahlen oft die pflegenden Angehörigen, sie sind hoch belastet, geben ihren Beruf auf, verzichten auf Einkommen und müssen mit niedrigen Renten auskommen. Deshalb brauchen wir dringend mehr Unterstützung und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige", forderte sie.

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hat rund 500 Ehepaaren, die seit 50 Jahren verheiratet sind, zum Abschluss der Willibaldswoche für ihre Treue gedankt. Sie hätten in ihren Ehen ständig an einer Kultur des Herzens und der Liebe gebaut, sagte Hanke in seiner Predigt am Samstag. Dies sollten sie auch ihren Kindern und vor allem Enkeln vermitteln, "die in der Mentalität einer Wegwerfgesellschaft heranwachsen, in der der Mitmensch austauschbar wird als Einwegmensch". Leben aus einer Kultur des Herzens zu gestalten sei wichtig für eine Gesellschaft, "die die Ehe als ein Miteinander auf Probe mit Rückgaberecht beschränken möchte", so Hanke weiter. Die Ehejubilare hätten in ihrem Ringen miteinander und ihrem gemeinsamen Weg in Freud und Leid Familie als Kirche im Kleinen aufgebaut. Im Anschluss wurde jedes Ehepaar einzeln gesegnet. Die Willibaldswoche in Eichstätt wird seit 2009 rund um den Todestag des heiligen Willibald, gefeiert, der Diözesanpatron ist. Der Missionar aus Südengland war erster Bischof von Eichstätt. Er starb am 7. Juli 787. (Familienbund der Katholiken/Sascha Nicolai/KNA)