Presseschau des Tages // 03.08.2022

· Presseschau

Der Familienbund der Katholiken hält wenig von Einmalzahlungen oder kurz wirkenden Entlastungspaketen, um Familien in Zeiten steigender Energie- und Lebensmittelpreise zu unterstützen. "Solche Maßnahmen kosten zwar viel Geld – lösen aber immer nur kurzfristige Entlastungseffekte aus", sagte Präsident Ulrich Hoffmann dem Internetportal katholisch.de am Mittwoch in Berlin.

Er verwies dabei auf das Neun-Euro-Ticket. Das entlaste Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen seien, zwar spürbar – vorerst aber nur für drei Monate. Hoffmann: "Das reicht nicht." Gerade Familien müssten dauerhaft entlastet werden, auch damit sie Planungssicherheit hätten. Hoffmann begrüßte in diesem Zusammenhang die Idee einer Kindergelderhöhung. "Das wäre hilfreicher." Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hatte zuletzt eine solche Erhöhung vorgeschlagen.

Wichtig wäre auch, dass die steuerlichen Freibeträge für Erwachsene und Kinder entsprechend der Inflationsentwicklung angepasst werden, damit das Existenzminimum von Familien steuerfrei bleibt, sagte Hoffman weiter. (KNA)